Social Media Workshop – Gedenken

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus wurde dieser Workshop mit der Gretel-Bergmann-Schule in Hamburg nach einer Lesung aus Drei Steine von dem Autor Nils Oskamp, der Fotografin Maria Zarada und der Lehrerin Silke Rösch initiiert. Die Schülerinnen und Schüler sollen mithilfe von Fotografien aus den Gedenkstätten KZ Neuengamme und KZ Dachau der Fotografin Maria Zarada Social Media Beiträge mit Zitaten gestalten.  Inspiration war die Plakataktion mit dem Holocaust Überlebenden Natan Grossmann in Braunschweig. Die Plakate finden sie weiter unten.
Die finale Präsentation auf Instagram findet am 30 April statt, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau 1945.

Quellen für Zitate:
Internationales Auschwitz Kommitee
Café Tel Aviv
Sonntagsblatt
Quellen Fotos:
dreisteine.com/neuengamme
dreisteine.com/dachau

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Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen

Foto:
Gaskammer neben dem Krematorium in der KZ Gedenkstätte Dachaus, Tausende Menschen verloren hier ihr Leben.

Zitat:
Das zitat stammt angelblich von dem griechischen Phisosophen Platon aus der Antike und wurde filmisch in dem Antikriegsfilm „Black Hawk Dawn“ verwendet.

Antisemitismus ist keine Meinung. Es ist eine Perversion. Eine Perversion, die tötet.

Foto:
Zellentür in Gefängnisblock in der KZ Gedenkstätte Dacheu. Die Tür befindet sich neben der Zelle des Widerstndskämpfers und Hitler Bomber Georg Elser.

Zitat:
Jaques Chirac französischer Staatspräsident zur Einweihung des Mémorial de la Shoah in Paris 2005.

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Ich fühlte mich nicht als Opfer aber als Sieger

Foto:
Die Skulptur „Le Deporté“ von Françoise Salmon, Gedenkstätte KZ Neuengamme

Zitat:
Das Zitat Stammt von Leon Weintraub Zeitzeuge und Überlebender der Konzentratioinslager Auschwitz Birkenau, Groß Rosen und Flössenburg.

Warum nahm er anderen das Leben, nur wegen seiner Herkunft und Religion?

Foto:
Gedenkstätte KZ Neuengamme, Hauptgebäude und Wachturm.

Zitat:
Unbekannt

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Vielleicht war das Licht am ende des Tunnels, doch das des Himmels.

Foto:
Jüdische Gedenkstätte auf dem Gelände der Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau.

Zitat:
Unbekannt

Niemand soll einen Qualvollen Tod erleiden wie vor 76 Jahren.

Foto:
Krematorium KZ Gedenkstätte Dacheu.

Zitat:
Unbekannt

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Wir sind nicht die Menschen die sich verstelcken, wir sind die Menschen die nach Gerechtigkeit und Freiheit suchen.

Foto:
Stacheldrahtzaun Gedenkstätte KZ Neuengamme

 

They had to force themselves an art of living in times of Catastrophe…

Foto:
Gefängniszellentür in Dachau

Zitat:
Albert Camus, französischer Schriftsteller und Philosoph. Aus seiner Rede zum Literatur Nobelpreis 1957.

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Mit dem Tod verliert man vieles, niemals aber die gemeinsame Zeit und die Erinnerungen.

Foto:
Mahnmahl Gedenkstätte KZ Neuengamme mit der Inschrift „Euer Leiden, euer Kampf unb euer Tod sollen nicht vergessen sein.“

 

Ich bin Jude, und es gibt eine Reihe von Leuten die leugnen, dass es der Holocaust stattgefunden hat …

Foto:
Die Skulptur „Le Deporté“ von Françoise Salmon, Gedenkstätte KZ Neuengamme

Zitat:
Mark Zuckerberg Chef und Gründer von Facebook.

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Der zweite Weltkrieg und der Holocaust verursachten die größte Flüchtlingswelle der Neuzeit. Menschen fliehen heute auch noch vor Krieg und Verfolgung. Nun kommt ein Text von dem 17 Jährigen Schüler Emad Sohrabi.

Frieden

Wir hoffen immer, dass wir Frieden im unserem Land finden. Seit Jahren haben wir es versucht: Es fanden Demonstrationen statt, es gab viel Streit zwischen Menschen, Religionen und Ländern. Trotzdem haben wir immer noch nicht erreicht, friedlich miteinander zu leben.

Lasst mich erklären, was ich dazu denke: Wir Menschen denken, dass Frieden nur ein Name oder eine Person ist. Wieso ein Name oder eine Person? Weil wir Menschen viel reden können: Wir sagen immer „Frieden, Frieden“. Aber kann mir jemand von euch erklären, was Frieden überhaupt bedeutet? Manche Menschen denken, Frieden sei eine Person (oder besser gesagt eine Regierung), die dasitzt und uns zuguckt, aber nicht zu uns ins Land kommt. Deswegen sagen die Menschen immer, die Regierung könne nichts und blabla…

Ich möchte euch sagen, wie ich denke, wie wir Frieden finden! Als erstes müssen wir bei uns anfangen, wir müssen an unseren Herzen arbeiten. Lasst uns nur einmal über unser Leben nachdenken, ob wir mit unserem Herzen im Frieden sind. Ich bin mir sicher, dass die Antwort Nein ist, weil sich derzeit Brüder töten, Brüder können sich nicht mehr vertrauen, Menschen sind selbstverliebt geworden. Wisst ihr, wieso? Ja, weil die Herzen versteinert sind. Vater und Sohn können sich nicht mehr miteinander unterhalten, weil sie sich nicht verstehen können. Hier und heute sehen wir, wie unglaublich wichtig das „Herz“ ist. Doch leider haben manche Menschen weder Herz noch Gefühl.

Wenn wir an unseren Herzen und unseren Fehlern arbeiten, dann kommt Frieden in unser Haus, zwischen Brüdern, zwischen Schwestern, zwischen Mutter und Vater, zwischen Nachbarn, zwischen Religionen … und es wird größer und größer.

Ich habe eine Sache von einem Bruder gelernt: Er hat mir gesagt, er wollte einmal beten gehen, aber sein kleines Kind war auch dabei und er konnte ihn nicht alleine lassen. Da hat er einen Zettel gefunden. Auf der einen Seite des Zettels war eine Weltkarte abgebildet. Er schnitt diesen Zettel klein und bastelte ein Puzzle daraus. Dies gab er seinem Sohn und sagte ihm: „Versuche einmal, die Welt zusammenzubauen. Wo liegen zum Beispiel Afghanistan, Irak oder Deutschland?“. Sein Sohn fing an, die Teile zusammenzubauen. Nach ein paar Minuten kam der Sohn wieder und sagt, er sei fertig. Der Vater konnte es kaum glauben, es war alles richtig, und er fragte seinen Sohn, wie er das so schnell geschafft habe? Woher wisse er, wo Afghanistan, Deutschland und Irak lägen …? Der Sohn sagte, auf der Rückseite des Zettels sei ein Foto von einem Mann gewesen und er hat seine Hand, seinen Mund, seinen Kopf und alles weitere gefunden und alles zusammengebaut. Daraus können wir lernen, dass, wenn wir Menschen zusammenkommen, dann kommt die ganze Welt zusammen. Und dann können alle in Frieden leben.

Und ich möchte euch noch etwas sagen, über die MENSCHHEIT! Erst einmal habe ich eine Frage: Wissen wir genug über unsere Religionen? Die Antwort lautet Nein. Weil wir seit Jahren wegen unserer Religionen kämpfen, aber leider haben wir selber unsere Religion vergessen. In unseren Religionsbüchern steht alles darüber, was Frieden bedeutet, wie wir friedlich leben, alles, aber niemand versteht es.

Wichtig ist, was Du in Deinem Herzen hast. Wir können nicht in Ruhe leben, wir können nicht mit unseren Herzen in Frieden sein, wenn unsere Brüder oder Schwestern in Syrien, im Irak, in Afrika, Afghanistan … nichts essen und Hunger leiden. Täglich sterben viele Kinder an Hunger. Und wie kannst Du bitte in Ruhe leben? Wenn wir einmal bei uns anfangen, dann können wir den richtigen Frieden finden.

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