STOLPERSTEINE FÜR JUDEN AUS FORST IN DER LAUSITZ

Video und Scrap Book Workshop mit Nils Oskamp

Am 9. bis 10. November 2025 wurde in Forst (Lausitz) mit Schülerinnen und Schülern der Gutenberg-Oberschule ein Kombinations-Workshop „Scrapbook und Video“ im Kontext der Erinnerungskultur durchgeführt. Für die Familie Miodowski werden am 10. November 2025 Stolpersteine verlegt. Der Workshop beschäftigte sich mit deren Biografien, die zuerst in Scrapbooks (Foto- und Dokumentencollagen) aufgearbeitet wurden. Dies diente als Grundlage für die Dreharbeiten eines kleinen Dokumentarfilms.

Dr. Felix Miodowski wurde 1872 in Herrnstadt geboren und arbeitete ab 1897 als Arzt in Forst (Lausitz). Als Jude wurde er und seine Familie während der NS-Zeit aus rassistischen Gründen verfolgt und deportiert. Er war Vorsitzender des jüdischen Wohltätigkeitsvereins in Forst und lebte mit seiner Frau Henriette und den drei Kindern Gerhardt, Lotte und Werner. Gerhardt wurde 1940 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Werner wurde 1942 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Mauthausen deportiert, wo er drei Tage später starb. Die Eltern wurden aus dem Beate-Gutmann-Heim in Breslau deportiert; Felix kam über das Ghetto Theresienstadt 1944 ins KZ Auschwitz und wurde dort ermordet. Nur Tochter Lotte überlebte, sie floh 1939 nach Brasilien.

Der Workshop wurde mithilfe der JDM-Respekt-Coaches des Diakonischen Werkes Niederlausitz realisiert. Vielen Dank an Hannah Schütze, Nicole Bossog und Susanne Marten.

🎬 Video zum Projekt „Erinnerungskultur in Forst (Lausitz)“ – Workshop mit Schüler*innen der Gutenberg-Oberschule zur jüdischen Familie Miodowski.
Mehr dazu im Blog: dreisteine.com/forst

Aus dem Pädagogischen Begleitprogramm
des Ausstellung und Buchprojektes

Logo des Ausstellungsprojektes Gedenkstätten der NS-Verbrechen. Es grift in der Darstellung den Roten Winkel der Politischen Gefangenen und den dahinter liegenden Gelben Winkel als Kennzeichnung für jüdische Gefangene der Konzentrationlsager.
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